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Das Recht auf Bildung und Ausbildung

Edgar, Xavier und Jacinda

Edgar (14), Xavier (14) und Jacinda (14) hören dem Mathe-Lehrer Meier zu, der erklärt… erklärt… erklärt… was auch immer. Sie finden die Schulstunde so langweilig. Gerne würden sie das Onlinegame fortsetzen, denn das nächste Level ist nicht mehr weit entfernt. Sie würden gerne auch die WhatsApp-Nachrichten lesen, um nichts zu verpassen, wie z.B. die nächste geplante Party bei Josi (15).

Endlich - nach viel Leiden, Schwitzen und Schmerzen - ist das Schuljahr doch vorbei… und bestanden!

Jahre später ist Edgar ein Informatiker geworden, der für Google arbeitet, Xavier arbeitet als Geomatiker in einer kleinen Firma und Jacinda als Grafikerin in einem Designbüro. Sie haben ein schönes Leben, einen spannenden Job und verdienen genug, um ihre Interessen und Hobbies zu pflegen. Auch wegen allem, was sie vom mittlerweile pensionierten Mathe-Lehrer Meier gelernt haben.

Sagar und Harpreet

Sagar und Harpreet sind 14 Jahre jung und leben in einem kleinen armen Dorf in Kambodscha. Sie sind sehr neugierig und würden gerne die Schule besuchen, aber die ist viel zu weit entfernt und die Eltern brauchen Hilfe auf dem Reisfeld.

Sagar wäre gerne Arzt geworden, Harpreet Architektin. Daraus wird nichts. Sie werden ihr Leben auf dem Reisfeld verbringen.

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Was wäre wohl passiert, wenn Edgar, Xavier und Jacinda nach Kambodscha geflogen wären und Sagar sowie Harpreet getroffen hätten? Wenn Sagar und Harpreet gewusst hätten, dass Jugendliche in der Schweiz die Schule gratis besuchen dürfen: Was hätten sie gedacht? Dass es diese gibt, die die Schule megalangweilig finden: Wie hätten sie reagiert?

Hätten Edgar, Xavier und Jacinda begriffen, dass die Schule - auch wenn sie nicht immer lustig ist - ein Geschenk von Erwachsenen für ein besseres Leben ist?

Das Recht auf Bildung: obligatorisch und unentgeltlich

Das Recht auf Bildung bedeutet, dass der Schulbesuch in der Primarstufe und Sekundarstufe I (sowie in einem KindergartenIn den meisten Kantonen ist der Besuch des Kindergartens während einem oder zwei Jahren obligatorisch) für alle obligatorisch und unentgeltlich ist. Unentgeltlich ist auch die Teilnahme an den Aktivitäten der Sekundarstufe II, dazu gehören das Gymnasium und die berufliche Grundbildung.

So bekommen alle Jugendlichen eine Chance, im erwachsenen Alter einen guten Job zu finden.

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Auch wenn nicht jede Schulstunde spannend ist und deine Lehrperson vielleicht nicht der beste Unterhalter oder die beste Unterhalterin ist, versuche auch die positiven Aspekte der Schule zu sehen: Das ist deine Chance für ein besseres Leben.

Weiter studieren, auch wenn das Geld nicht reicht

Es ist aber nicht so, dass alle jungen Menschen in der Schweiz ungerne in die Schule gehen.

Dana (15), z.B., hat das Schuljahr mit sehr guten Noten bestanden und sie würde gerne das Gymnasium besuchen.

Ihre Eltern schliessen dies aus, weil die Kosten zu hoch sind und weil Dana eine Frau ist: «Sie wird sowieso irgendwann heiraten und braucht deswegen keine gute Ausbildung» - denken die Eltern.

Eine Schulsozialarbeiterin erfährt vom Wunsch von Dana, weiter zu studieren wie auch, dass die Eltern konservativ sind. Ein ganz wichtiges Gespräch mit den Eltern findet statt. Die Schulsozialarbeiterin erklärt, dass Dana die gleichen Rechte wie die Jungen hat: Das Argument mit der Hochzeit gilt nicht. Und was das Geld betrifft, kann man ein Stipendium beantragen, das die Familie entlastet.

Das Recht auf Bildung besagt, dass wenn die Voraussetzungen erfüllt sind, d.h. jemand gute Noten hat, Jugendliche weiter studieren dürfen und dies unabhängig vom Familienbudget.

Ohne grosse Freude und mit viel Überwindung lassen sich die Eltern von Dana von der Schulsozialarbeiterin überzeugen; eine Entscheidung, die sie erst Jahre später begrüssen werden, wenn Dana Marketing-Fachfrau wird. Das wird der Tag sein, indem sie auf Dana unendlich stolz sein und wahrscheinlich Freudentränen fliessen werden.

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