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Das Recht auf Spiel und Freizeit

Kinder haben das Recht zu spielen, sich zu erholen und künstlerisch tätig zu sein. (Art. 31 UN-Kinderrechtskonvention)

Kinder und Jugendliche haben viel zu tun. Sie gehen zur Schule, erledigen ihre Hausaufgaben, lernen für Prüfungen, treiben Sport, lernen ein Instrument und engagieren sich in Vereinen. Freie, unverplante Zeit ist für viele ein rares Gut.

Um gesund und zufrieden zu bleiben, ist es wichtig, auch mal nichts zu tun. Genauso wichtig ist es, dass Kinder und Jugendliche Orte haben, an denen sie ungestört sind und ohne Aufsicht von Erwachsenen spielen und kreativ tätig sein können. Das können Abenteuerspielplätze sein, Quartierstrassen ohne viel Verkehr, Jugendhäuser oder Sportplätze. Erwachsene müssen dafür sorgen, dass solche Freiräume zur Verfügung stehen.

Beispiel: Abenteuer im Innenhof

Hatice, Sophia, Laurenz, Matthias und Emily sind seit dem Kindergarten beste Freunde. Sie leben in einem ruhigen Quartier am Stadtrand und haben genug Raum, um ungestört und ohne Aufsicht von Erwachsenen stundenlang draussen zu spielen. Die Strassen in ihrem Quartier gehören zu einer Begegnungszone. Das bedeutet, dass die Autos nur 20 km/h fahren dürfen. Im Park können die Kinder toben, klettern, Fussball und Fangen spielen und sich in den Büschen verstecken. 

Kinder spielen

Der liebste Spielort von Hatice und ihren Freunden ist ein verwilderter Innenhof hinter dem Haus, in dem Laurenz mit seinen Eltern wohnt. Vor vielen Jahren wollte die Verwaltung dort einen Spielplatz bauen. Ausser ein paar Parkplätzen wurde nichts fertiggestellt. Seither liegen allerhand Dinge rum: Bretter, Stöcke, alte Möbel und sogar ein kaputtes Fahrrad. Für die Kinder ist die ewige Baustelle ein wahres Spielparadies. Für einige Erwachsene im Haus jedoch leider ein Schandfleck, der so schnell als möglich verschwinden soll. 

Eines Tages hängt im Hausflur ein Brief der Verwaltung. Es wurde beschlossen, dass der Parkplatz vergrössert wird. Das Spielparadies der Kinder soll zubetoniert werden. Hatice, Sophia, Laurenz, Matthias und Emily sind entsetzt. Das wollen sie sich von den Erwachsenen nicht gefallen lassen.

Zusammen mit den Eltern von Laurenz und einigen Nachbarn schmieden sie einen Plan. Sie organisieren ein Innenhof-Fest mit Essen, Trinken, Musik und einer Schnitzeljagd durch den Hof. Das ganze Quartier ist eingeladen. Auch Herr Müller von der Hausverwaltung kommt. Matthias Mutter macht viele Fotos und zusammen mit Emilys Vater gestaltet sie ein Heft, um der Verwaltung vorzuschlagen, statt Parkplätze einen Bauspielplatz für die Kinder des Quartiers zu bauen.

Am Innenhof-Fest sammeln sie Geld für diese Idee und bitten alle Nachbarn, den Brief an die Verwaltung zu unterschreiben. Und tatsächlich: Die Verwaltung ist einverstanden. 

An vielen Orten in der Schweiz haben Kinder zu wenig Platz zum Spielen. Wie das Beispiel von Hatice und ihren Freunden zeigt, lohnt es sich, das Recht auf einen Ort zum Spielen einzufordern. Wie wichtig spielen für die gesunde Entwicklung von Kindern ist, kann man auf der Pro Juventute Webseite nachlesen.

Patronat
Autor/-in
Eva Moser

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